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Ein Moment kann das ganze Leben verändern! Am 01.12.2013 freute ich mich schon riesig auf das Probereiten eines oder zwei Pferde auf der Reitanlage in Oberförstchen bei Bautzen. Als ich dann dort war, dauerte es nicht lange, dass Pferd (eine wunderschönde Hannoveraner Stute namens Camira) stand schon gesattlt im Stallgang und wartete nur noch auf mich. Es ging in die Halle, der Besitzer drehte die ersten Runden und dann durfte ich drauf. Kleine Anfangsschwierigkeiten, die sich in einer längeren Zusammenarbeit gelöst hätten waren da, aber man muss ja erstmal testen. Alles lief super bis auf den Gallop. Wahrschlich von meinem eingeredeten Minitrauma aus dem Juni klappte es nicht so wie es soll. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich den Steigbügel verlor, die Stute immer schneller wurde und ich dann unten lag. Aber das wie und soweiter, keine Ahnung. Da lag ich nun... Mein erster Gedanke: "Super Vorstellung und das beim ersten Ritt!" und dann schoss schon der Schmerz durch den Köper. Wie es sich gehört Kappe abgemacht hingesetzt und bissl gewartet. Wir haben die Sache dann sein gelassen, da es nicht besser wurde. Das Pferd noch versorgt und ins Auto. Unterwegs meinem Mann angerufen, dass ich wieder vom Pfer gefallen bin und mir alles höllisch weh tut. Er meinte ich solle in die Notaufnahme fahren, was ich dann auch tat. Da angekommen wurde ich, an allen anderen sehnlichst wartenden Patienten, Simulanten und Kranken in den Schockraum gebracht. Nicht lange dauerte es, da kam die Ärztin (selber Pferdebesitzerin) und meckerte erstmal, dass ich wahnsinnig sei selbst mit dem Auto zu fahren. Zum Schluss sagte sie glücklicher weise noch, tja so sind die Reiter, hart im Nehmen. Sie untersuchte mich, dann wurde sicherheitshalber geröngt. Dann nach Ewigkeiten am sie wieder und meinte es sind Auffälligkeiten da, ab ins CT. Tränen der Ungewissheit und der Angst kullerten und dann die Gewissheit! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH SIE HABEN SICH DEN 2. HALSWIRBEL GEBROCHEN. Ich bekam eine Halskrause und wurde uf Station verlegt. Mein Mann kam dann irgendwann mal sagte mir wieder, dass ich Wahnsinnig sei und nahm mein Auto mit nach Hause. Am nächsten Tag kam der Arzt und teilte mir mit, dass ich mächtig Schwein gehabt hätte. Eigentlich sei es ein Unding, dass ich mich noch bewegen könne. Dienstag, 3.12.13 bekam ich dann ein MRT wo das ganze Ausmaß der Sache zusehen war. Bruch des 2. Halswirbelkörpers und ein verklemmtes Blutgefäß im Bruchbereich. Die Ärzte wussten keinen Rat setzten sich zusammen und beratschlagten was zu tun sei. An eine so komplizierte OP trauten sie sich nicht ran und meinten sie verlegen mich nach Dresden. Am Mittwoch die Neuigkeit: SIE FAHREN HEUTE 14 UHR NACH LEIPZIG!!! Leipzig? Ja Leipzig, Dresden hat keine Kapazität. Nach einer rasanten Fahrt mit gefühlten 160 km/h im liegen über die Bahn nach Leipzig. Tatsächlich waren es nur 120 km/h nach Aussage des Sanis. Nach Rekordverdächtigen 1:20 min waren wir trotz der Haufen Umleitungen im Uniklinikum angekommen. Nach einer halben Stunde aufm Gang bekam ich ein Zimmer. Über meine "Mitbewohnerin"schweige ich mich hier jetzt aus. Abends kam die Ärzte erklärten mir die Situation. Meine strike Bettruhe wurde umgehend aufgehoben und so folgte ich dem Arzt in mein Schicksal. Wir setzten uns zusammen und er legte mir 3 Bilder meiner kaputten HWS auf den Tisch und fragte: "Was sagen sie dazu?" meine Antwort: "Das hab ich doch gut hinbekommen." Ich muss dazu sagen ich seh das alles mit etwas Humor hier, sonst würde ich so werden wie meine Mitbewohnerin. Wir spielten die möglichen Situationen durch und am nächsten Tag solle entschieden werden was passiert. Am nächsten Tag hieß es OP mit Stabilisierung an einem andern Wirbel. Freude, denn es war ein Ende in Sicht! Am Donnerstag sagte man mir, Anfang der Woche wird operiert. Das Ziel wurde also näher Deffiniert. Mein Papa kam mich besuchen und ich freute mich riesig, endlich ein bekanntes Gesicht in dieser von Stress und Humorfreiheit umgebenen Welt. Als er dann weg war kam der Arzt. Es gibt keine OP zu groß die Gefahr das Blutgefäß abzuklemmen und eine Schlaganfall zu provozieren. Ich solle einen Fikateur bekommen. Mein erster Kommentar zu dem Bild was er mir zeigte "Frankensteins kleine Schwester!" Ich ergab mich in mein Schicksal mit einem richtig harten Schmerzmedikament und konnte die erste Nacht 6 Stunden am Stück schlafen. Am Freitag dann kam mich mein Bruder besuchen. Ich freute mich riesig mal wieder jemanden zu sehen, der lacht und nicht mit versteinerter Minie über den Gang läuft. 14 Uhr hieß es ab in den OP Fixateur anlegen. 3 h und 45 min später lag ich wieder in meinem Zimmer ihne Fixateur. Die vorrätigen sind zu groß und sie haben das bis jetzt nur bei Männern verbaut. Ich war froh noch einen Tag Schonzeit zu haben. Und nachts als ich wiedermal nicht schlafen konnte, Spaziergänge über den Gang verboten waren, weil Patienten auf dem Flur lagerten, kam ich auf die Idee ich schreib mir das alles mal von der Seele und biete meinen interessierten Freunden und Familienmitgliedern die nicht an Sozialenetzwerke angeschlossen sind eine Möglickeit mir bei meiner Geschichte zu folgen. Auch möchte ich dieses orrrr.... Erzähl mal wie ist den das passiert und die 100 SMS wie es mir den geht damit etwas verhindern und werde auf diesen Blog verweisen. Sollte doch jemand auf die Idee kommen mich besuchen zu wollen bitte ich um 24 h Voranmeldung mit Zeitpunkt des Erscheinens und gewünschter Verweildauer. Abmeldungen sind unerwünscht und nur in äußerst dringenden Notfällen (Tod eines nahen Verwandten oder des Haustieres) von mir zu Akzeptieren. Zum Ende des Besuches erhalten alle Besucher einen Feedbackbogen der auszufüllen ist (ohhhh man ich liebe Ironie und Sarkasmus) Zum Schluss bevor ich mit dem aktuellen Geschehen anfange, wollte ich mich nochmal bedanken: DANKE, DANKE, DANKE AN DAS TEAM DER NOTAUFNAHME, DER CHIRURGISCHEN STATION UND DER SANIS, DIE MICH NACH LEIPZIG GEBRACHT HAB, VON DER OBERLAUSITZKLINIK IN BAUTZEN!

Alter: 28
 

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